Haben Sie sich jemals gefragt

Haben Sie sich jemals gefragt, weshalb das Klavier ein so schwierig zu spielendes Instrument ist? Man muss gleichzeitig in zwei verschiedenen Notenschlüsseln lesen und dabei die linke und die rechte Hand synchronisieren. Und nicht nur das. Für jedes Tongeschlecht (Dur, Moll und alle anderen) gibt es zwölf spezielle Tastenfolgen, für jede Tonalität eine eigene Fingerstrecke. Und das gilt seit der Erfindung der aktuellen Klaviatur, d. h. seit ca. Mitte des 15. Jahrhunderts. Aus der Zeit stammen auch die berühmten Tonleiterstudien, die ganze Generationen von Anfängern stundenlang beschäftigt haben. Gott hat uns Johann Sebastian Bach geschenkt. Jetzt warten wir nur noch auf das schmerzfreie Klavier. In seiner Histoire du piano (Klaviergeschichte) hat der belgische Musikwissenschaftler Ernest Closson bemerkt: „Der größte, grundlegende Nachteil der Klaviatur liegt noch immer in ihrer unregelmäßigen, unlogischen Anordnung, die sich aus ihren Entwicklungsbedingungen ergibt, die langwierig und herantastend gewesen sind. Wäre das System der zwölf Halbtöne auf einmal entstanden, hätte man es nicht versäumt, die gesamte Klaviatur daran anzupassen und jeder Taste eine gleichwertige Bedeutung zuzuordnen.

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